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Veränderung der Paid4Szene

geschrieben am: 20.10.2013 von Kommentar abgeben Zu den Kommentaren
Veränderung Paid4

Die Paid4Szene bezeichnet einen im Internet verbreiteten Trend, wobei die Möglichkeit im Netz – durch bloßes Ansehen von Werbung – mit Geld belohnt wird. Aus dieser Möglichkeit ist auch der Name der Szene abgeleitet. Paid4 bedeutet übersetzt nur „für etwas bezahlt werden“ und meint in diesem Sinne das Ansehen von Werbung im Internet. Um in diesem Trend mitzuwirken, ist es erforderlich ein kostenloses Benutzerkonto bei einem Anbieter einer derartigen Dienstleistung zu eröffnen. In der Paid4Szene sind die Anbieter der Werbung (Unternehmen), die Betreiber der Paid4Seite, sowie die User der Webseite in einer Online-Community vertreten.

Prinzipielles
Das Netzwerk-Marketing-Prinzip ist bei den meisten Anbietern sehr beliebt und der Großteil arbeitet auch danach. Die Paisd4Szene umfasst zum einen die Werbenden, die im Internet eine eigene Website haben und sich durch das einblenden der Werbung zusätzlich Geld verdienen möchten und zum anderen die Benutzer, die keine Website haben aber durch das Ansehen von Werbung Geld dazu verdienen möchten. Das Prinzip ist durchaus einfach. Sobald sich der Benutzer bei einem Anbieter kostenlos registriert hat, bekommt er Werbung in einem gewünschten Format zugesendet. Wer selber eine Website hat, der bindet einfach Werbebanner in seiner Seite ein und bietet die Werbung an. Das Guthaben auf den Anbieterkonten wird ausgezahlt, sobald eine bestimmte Geldsumme an Guthaben auf dem Konto gesammelt wurde.

Die meisten Anbieter bieten zusätzlich ein Referral-Programm an. Dieses System bietet dem Nutzer den Vorteil durch eine URL mit dem Referral-Link andere potenzielle Benutzer für die Paid4Seite zu begeistern und wenn durch das Verfahren ein neuer Benutzer geworben wurde, enthält der werbende Benutzer, einen prozentualen Teil des Verdienst. Zu berücksichtigen ist aber, dass dem neuen Benutzer dadurch kein Nachteil entsteht. Es handelt sich lediglich um eine Extrazahlung an den werbenden Benutzer. Der neue Benutzer hat dann wiederum die Möglichkeit seinerseits auch neue Benutzer mit dem Referral-System zu werben. Obst existiert ein mehrstufiges Refferalsystem, so dass der Werber auch von den Referrals seiner Referrals profitiert.

Entwicklung der Paisd4Szene
Die Szene entsprang im Wesentlichen durch den Andrang der Internetsurfer sich das Internet als Einnahmequelle von Nutzen zu machen. Webseitenbetreiber kamen auf die Idee ihre Einnahmen prozentual an ihre User weiterzugeben. 1999 fiel die Entscheidung vom Betreiber der privaten Webseite Klamm.de, Lukas Klamm, die Werbeeinahmen des Projekts an die User weiterzugeben. So entstand europaweit die erste “bezahlte Startseite”. Durch diese Entscheidung wurde die Paid4-Branche in Deutschland geöffnet. Entsprechend kann man Lukas Klamm als Pionier des deutschen Paid4 bezeichnen.
Zu Anfang erhielt der angemeldete Klamm-User 0,5 Pfennig pro Startseitenaufruf. Heute erhält der User 0,3 Cent pro Aufruf.Die Hoffnung auf das schnelle Geld veranlasste vor allem auch in Deutschland die rasante Entwicklung der Szene. Das System funktionierte z.B. auf der ersten deutschen bezahlten Startseite – Klamm.de – so gut, dass sich viele Nachahmer fanden. Dies entwickelte sich danach in die unterschiedlichsten Richtungen. Webseiten, die für das klicken auf Banner bezahlten (Paid4Click), Seiten die für das Klicken auf Links in Werbemails bezahlen (Paid4Mail), Websites mit Surfbars (Paid4Surf) und alles was man sich sonst noch vorstellen kann. Daraus entwickelten sich sogar Websites, die ausschließlich zur Verbreitung von Referral-Links eingerichtet wurden. Es entstanden im Internet immer mehr Foren und Websites, die sich mit dem Thema auseinander setzten und auch interessierte Internetsurfer aufzuklären vermochten. Aufgrund der Tatsache durch quasi „Nichtstun“ Geld zu verdienen, schreckten die Benutzer vor der Preisgabe ihrer personenbezogenen Daten nicht zurück. Der Paid4-Markt wurde mehr und mehr umkämpft und die Anbieter warben um die Gunst der Nutzer. Viele Benutzer ließen gleichzeitig mehrere Surfbars auf ihrem Rechner laufen um von verschiedenen Anbietern zu profitieren. Der bekannteste Anbieter in der Szene ist FairAd.de. Der Anbieter zahlte sogar bis zu einen DM pro Stunde für eine Surfbar, welche auf dem Rechner installiert werden muss und in bestimmten Zeitintervallen wechselnde Werbebanner einblendet. Darauf folgend kam es zu immer mehr kleineren Anbietern, die versuchten ein Standbein in die Szene zu setzen und tatsächlich konnten sich neue Anbieter recht schnell über geldhungrige Surfer freuen. Im Internet wurden folglich auf etlichen Internetforen und Websites neue Anbieter geworben.

Da das Interesse der Nutzer höher war Geld zu verdienen und das eigentliche Ziel der Anbieter die Verbreitung der Werbung und folglich eine Verbesserung der Verkaufszahlen der Produkte war und die Nachfrage an den Produkten trotz Paid4 weiterhin gering blieb, kam es zu einem Engpass der Sponsoren. Die Sponsoren bezahlten weniger Geld, da sich die Investition höherer Beträge für die meisten Unternehmen nicht lohnte. Daraus resultierte, dass der Markt heute nicht mehr so lukrativ wie damals ist. Die Paisd4Szene hat sich nicht so einschlägig durchgesetzt wie erhofft. Es ist sogar häufig zu Zahlungsunfähigkeiten der Anbieter gekommen, da sich das Geschäft nicht gelohnt hat. Die Benutzer, die sich bei den Anbietern angemeldet hatten konnten daher nicht belohnt werden, erhielten aber oft weiterhin Werbung, die sie sich dann meistens gar nicht mehr angesehen haben. Daraus entwickelte sich der Trend in die Richtung Paid4Lead – das bezahlen für Gewinnspielteilnahmen, Käufe in Onlineshops, etc. Die User werden seltener bzw. schlechter für das reine anschauen der Werbung bezahlt sondern für das aktive teilnehmen an Bonusaktionen. Aus der Paid4 Entwicklung ist klar zu erkennen, dass Geld im Internet verdienen bei vielen Menschen einen ganz besonderen Reiz, sogar schon Zauber auslöst, die Werbetreibenden aber auch kein Geld zu verschenken haben. Sie möchten für ihre Werbung auch einen entsprechenden Umsatz.

Fazit und Erläuterung
Paid4 lohnt sich vor allem für Unternehmen, die Werbung schnell und effektiv verbreiten möchten um folglich die Verkaufszahlen anzuheben. Durch Paid4 verbreitet sich die Werbung im Internet sehr rasant, da die meisten Benutzer der Paid4Anbieter durch das Referral-System die Werbung im Internet verbreiten. Ein Teil der Werbeeinnahmen der Anbieter fällt auf die Dienstleistenden zurück. Das Paid4Lead hat sich inzwischen gegenüber anderen Paid4Konzepten durchgesetzt. Wer aber regelmäßig im Internet einkauft oder andere Onlinedienstleistungen nutzt hat die Chance einen Teil der Kosten durch einen Paid4Anbieter erstattet zu bekommen.

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